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Hessisches Landesamt für
Naturschutz, Umwelt und Geologie
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Im Blickpunkt: Grundwasserstände in Hessen

Der August verlief in den ersten beiden Augustdekaden zunächst wechselhaft. Trockene, warme und feuchte, kühlere Abschnitte wechselten einander häufig ab. Das letzte Monatsdrittel war dagegen verbreitet durch eine hochsommerlich warme und trockene Witterung gekennzeichnet. In der Summe fiel der August in Hessen zu warm und leicht zu trocken aus. Mit 60 mm lag die Niederschlagsmenge in Hessen 8 % bzw. 5 mm unterhalb des langjährigen Mittels (1981-2010). Nach dem leicht unterdurchschnittlichen hydrologischen Winterhalbjahr (Niederschlagssumme: 345 mm, 89 % vom Mittel 1981-2010) beläuft sich die bisherige Niederschlagsmenge des aktuellen hydrologischen Sommerhalbjahres (Mai 2019 – August 2019) auf 256 mm (90% vom Mittel 1981-2010), womit es ebenfalls nur leicht unterdurchschnittlich ausfällt. Seit Beginn des Jahres fehlen in Hessen rund 59 mm (-13 %), im letzten Jahr belief sich das Niederschlagsdefizit Ende August bereits auf 113 mm (-24 %). Somit ist das Jahr 2019 bisher zwar zu trocken, aber bei weitem nicht so trocken wie das Jahr 2018 und deutlich wechselhafter als das letzte Jahr. Trotzdem sind die aktuellen Grundwasserverhältnisse ungünstiger als im letzten Jahr:

Die aktuelle Grundwassersituation ist weniger auf das verhältnismäßig geringe Niederschlagsdefizit des zurückliegenden hydrologischen Winterhalbjahres (-11 %) und des aktuellen hydrologischen Sommerhalbjahres (-10 %) zurückzuführen, sondern liegt in erster Linie in dem enormen Niederschlagsdefizit (-304 mm bzw. -46%) der über 10 Monate andauernden Trockenperiode des letzten Jahres begründet, das bisher nicht ausgeglichen werden konnte. Das seit Januar 2018 akkumulierte Niederschlagsdefizit beläuft sich Ende August 2019 immer noch auf 294 mm. Aufgrund der aktuellen Witterung werden gegenwärtig an den meisten Messstellen fallende Grundwasserstände und abnehmende Quellschüttungen beobachtet, wodurch sich zunehmend Niedrigwasserverhältnisse einstellen. Ende August bewegten sich die Grundwasserstände an 77 % der Messstellen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. An 16 % der Messstellen wurden durchschnittliche Werte registriert. Überdurchschnittliche Grundwasserstände wurden an 7 % der Messstellen beobachtet. Sehr niedrige Grundwasserstände wurden an rund einem Drittel der Messstellen erreicht. Verbreitet liegen die Grundwasserstände deutlich unter dem Niveau von Ende August 2018.

Aktuelles

17.09.2019 Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht August 2019: In den ersten beiden Augustdekaden wechselten sich trockene und sehr warme mitfeuchten, kühleren Abschnittenhäufig ab.

06.09.2019Grundwassersituation im August 2019: Verbreitet rückläufige Grundwasserverhältnisse auf einem überwiegend unterdurchschnittlichen Niveau.

28.08.2019 Stellenausschreibung: Im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Dezernat G1 „Geologische Grundlagen“ die Stelle einer Sachbearbeiterin / eines Sachbearbeiters (m/w/d) in Vollzeit unbefristet zu besetzen.

21.08.2019Gewässerkundlicher Jahresbericht 2018: Der Bericht informiert über die wasserwirtschaftliche Lage in den Grund- und Oberflächengewässern in Hessen. Ein Schwerpunkt sind die Auswirkungen der Dürre im vergangenen Jahr.

09.08.2019 Studiogespräch bei alle wetter!: In der hier abrufbaren Sendung alle wetter! informiert Diana Rose über das Thema Ozon. (Das Interview beginnt ab 00:08:00)